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Trotz Schuldenkrise : Griechenland will offenbar russische Raketen kaufen

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Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras trifft Anfang April in Moskau Russlands Präsidenten Wladimir Putin Bild: AP

Die Geldgeber machen Druck, doch für Waffen aus Russland könnte noch Geld da sein: Athen verhandelt nach Medienberichten über den Kauf von Luftabwehrraketen. Bundesfinanzminister Schäuble mahnt erneut, Zusagen einzuhalten.

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          Griechenland verhandelt einem Medienbericht zufolge mit Russland über den Kauf neuer Raketen für seine Luftabwehrsysteme S-300 und deren Wartung. „Wir beschränken uns auf den Austausch von Raketen“, zitierte am Mittwoch die russische Nachrichtenagentur RIA den griechischen Verteidigungsminister Panos Kammenos, der sich wegen einer Sicherheitskonferenz in Moskau aufhielt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Nato-Mitglied Griechenland verwendet die russischen S-300-Systeme seit den späten neunziger Jahren.

          Russlands Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras waren in der vergangenen Woche in Moskau zusammengekommen. Beide Länder beschlossen dabei eine engere Zusammenarbeit, vereinbarten aber keine konkreten Finanzhilfen für das krisengeschüttelte Euro-Land. Die Politiker betonten, man wolle die Wirtschaftskontakte verstärken und vor allem in Energiefragen enger zusammenarbeiten.

          Die griechische Regierung ringt seit Monaten mit der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds um die Reformauflagen für weitere Zahlungen von gut sieben Milliarden Euro aus dem zweiten Hilfsprogramm, das Ende Juni abläuft. Unklar ist außerdem, wie sich das Land danach finanziell weiter über Wasser halten kann. Die Euro-Finanzminister wollen am 24. April in Riga erneut beraten.

          Mahnung von Schäuble

          Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble muss Athen darauf hinarbeiten, Vertrauen an den Märkten zurückzugewinnen. „Griechenland muss einen Weg finden, wie es das Vertrauen an den Märkten zurückgewinnen und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken kann“, sagte Schäuble am Mittwoch in der Columbia University in New York. Die Frage der Rückgewinnung des vollen Zugangs zum Kapitalmarkt sei schon eine wesentliche Zielgröße des aktuellen zweiten Hilfsprogramms für das Land gewesen.

          Schäuble forderte Griechenland erneut auf, seine Zusagen gegenüber seinen Geldgebern einzuhalten. Im Übrigen habe er den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras bei früherer Gelegenheit schon gewarnt, wenn er seinen Wählern eine Erholung ohne ein mit den Geldgebern abgestimmtes Programm verspreche, dann werde er ein Problem bekommen.

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