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Treffen in Washington : Griechenland verspricht Rückzahlung von 450-Millionen-Kredit

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Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis trifft beim IWF ein. Bild: Reuters

Die Lage in Griechenland ist ernst. Dennoch sicherte Finanzminister Varoufakis dem Internationalen Währungsfonds zu, einen fälligen Kredit in wenigen Tagen zurückzahlen. Und allen anderen Gläubigern versprach er noch mehr.

          Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis hat dem Internationalen Währungsfonds die Rückzahlung eines fälligen Kredits von rund 450 Millionen Euro am kommenden Donnerstag zugesagt. Das teilte IWF-Chefin Christine Lagarde am Sonntagabend nach einem Treffen mit Varoufakis in Washington mit. Bei den informellen Gespräch ging es um das griechische Reformprogramm.

          Anhaltende Unsicherheit über den Erfolg der Hilfsprogramme seien weder im Interesse des Landes noch der Gläubiger, sagte Lagarde in einer schriftlichen Erklärung. Sie begrüße die Bestätigung des Ministers, dass der Kredit am 9. April zurückgezahlt werde. Weiter bekräftigte Lagarde bei dem Treffen nach eigenen Angaben, dass der IWF einer Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen verpflichtet bleibe, „um Griechenland zu helfen, auf einen dauerhaften Pfad des Wachstums und der Beschäftigung zurückzukehren“.

          Das griechische Finanzministerium hatte bereits zuvor wiederholt versichert, dass der IWF das fällige Geld planmäßig zurückerhalten werde. Bei einer Schaltkonferenz der Staatssekretäre aus den Finanzministerien der 19 Eurostaaten hatte am vergangenen Mittwoch waren aber Zweifel geblieben, ob das hoch verschuldete Land Athen die Zahlung auch stemmen kann.

          Finanzminister beschwichtigt

          Varoufakis sagte, sein Land beabsichtige, alle vereinbarten Auflagen gegenüber allen Gläubigern „ad infinitum“ (unbegrenzt) einzuhalten. Derzeit ringen Gläubiger und die neue Regierung in Athen um die Auszahlung der letzten Kreditrate des auslaufenden Hilfsprogramms in Höhe von 7,2 Milliarden Euro. Die Geldgeber haben die Vorlage eines tragfähigen Reformkonzepts zur Voraussetzung für die Zahlung erklärt. Griechenland droht bereits in wenigen Tagen die Zahlungsunfähigkeit, sollte es keine weiteren Finanzhilfen erhalten.

          Griechenland ist seit 2010 mit Finanzspritzen seiner internationalen Partner von rund 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt worden.

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