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Schuldenkrise : Steuerfahnder prüfen griechische Politiker

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Die Fahnder wollen auch knapp 2000 Griechen überprüfen, die als Inhaber schweizerischer Konten gelistet sind. Bild: AFP

Steuerfahnder in Griechenland überprüfen einem Zeitungsbericht zufolge mindestens 60 Politiker auf Steuerhinterziehung, illegale Bereicherung und Geldwäsche. Auch ein lange verschollener USB-Stick sorgt für Wirbel: Er enthält die Namen zahlreicher Griechen mit Schweizer Konten – und war lange verschwunden.

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          Griechische Steuerfahnder überprüfen einem Pressebericht zufolge Dutzende Politiker auf Steuerhinterziehung, illegale Bereicherung und Geldwäsche. Die Zahl der Politiker, deren Finanzen überprüft würden, belaufe sich auf mindestens 60, berichtet die Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf amtliche Quellen. Darunter sollen drei Entscheidungsträger in der Regierung sein sowie zahlreiche aktive und ehemalige Parlamentarier des von der Pleite bedrohten Euro-Landes.

          15.000 Griechen können ihre Auslandsguthaben nicht erklären

          Das griechische Finanzministerium hatte in der vergangenen Woche angekündigt, Auslandsüberweisungen von insgesamt rund 22 Milliarden Euro genauer zu prüfen. Nach Informationen der Zeitung „To Vima“ hat die Steuerfahndung bisher für insgesamt 5000 Konten natürlicher und juristischer Personen die Datenfreigabe beantragt. Schon jetzt seien 15.000 Personen ermittelt worden, die ihre Auslandsguthaben nicht rechtfertigen könnten, sagte ein hoher Beamter des Ministeriums der Zeitung.

          Darüber hinaus wollen die Steuerfahnder knapp 2000 Griechen überprüfen, die als Inhaber schweizerischer Konten gelistet sind. Der USB-Stick mit der Datei war erst jetzt wieder aufgetaucht und sorgt in Griechenland für einigen Wirbel. Wie es heißt, hatte ihn die damalige französische Finanzministerin Christine Lagarde bereits 2010 ihrem griechischen Amtskollegen Giorgos Papakonstantinou übergeben. Von den Daten wurde damals aber nicht Gebrauch gemacht, der Stick verschwand.

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