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Schuldenkrise : EU geht auf Griechen zu

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Im Juni soll der nächste Teil der Hilfstranche an Griechenland fließen Bild: dpa

Griechenland reformiert schleppend, regelmäßig kontrollieren die internationalen Geldgeber. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem deutet nun Zugeständnisse an, wenn das Land sein Programm erfüllt.

          Wenn Griechenland seine Wirtschaftsstrukturen und seinen Staat so reformiert, wie mit den internationalen Geldgebern abgemacht, kann es offenbar auf weitere Finanzhilfe hoffen. So wurden zumindest aktuelle Äußerungen des Eurogruppenchefs Jeroen Dijsselbloem gedeutet.

          „Der Ansatz der Europäischen Kommission zur finanziellen Konsolidierung ist flexibel, um verschiedenen Ländern mehr Zeit zu geben, ihre Ziele zu erreichen. Ich denke, das wird auch in Griechenland der Fall sein, wenn dies nötig ist“, sagte Dijsselbloem, der auch niederländischer Finanzminister ist, der griechischen Zeitung „Kathimerini“. Das sei Teil der Vereinbarungen aus dem vergangenen Dezember gewesen. Der Zeitpunkt, um umfänglich zu prüfen, wie es um Griechenland stehe, sei für Mitte des kommenden Jahres angedacht, sagte er weiter.

          Nach den Milliarden Euro umfassenden Rettungspaketen für Griechenland sind die europäischen Partnerländer der Regierung in Athen schon mit länger laufenden Krediten und geringeren Zinsen entgegengekommen, weil das südeuropäische Land seit Jahren in einer schweren Rezession steckt. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesamtverschuldung auf 124 Prozent der Wirtschaftskraft (BIP) gesenkt werden.

          Das wäre zwar immer noch sehr hoch. Für dieses Jahr wird der Schuldenstand allerdings auf noch höhere 173 Prozent des BIP geschätzt.

          Griechenland hatte zuletzt eine weitere Tranche aus dem Hilfsprogramm ausgezahlt bekommen: 4,2 Milliarden Euro wurden nach Angaben des Rettungsfonds EFSF vergangene Woche  an Athen überwiesen. Der zweite Teil der aktuellen Hilfstranche, die sich auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro beläuft, soll im Juni fließen.

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