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Neuer Griechenland-Bericht : „Die Rezession hat viele Menschen in Armut gedrängt“

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Arm und obdachlos in Athen - Suppenküchen versorgen besonders Bedürftige nicht nur in der griechischen Hauptstadt. Bild: dpa

Griechenland steckt seit Jahren in einer großen Krise. Nun sieht die Industrieländer-Organisation OECD Anzeichen für eine Trendwende. Zu tun bleibt dennoch unglaublich viel.

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          Griechenland muss nach Ansicht der Experten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mehr gegen die sozialen Folgen seiner schweren Wirtschafts- und Politik-Krise tun. „Die Rezession hat viele Menschen in die Armut gedrängt und die Einkommensungleichheit hat zugenommen“, heißt es in einem neuen Bericht (hier geht es zum Original). Zugleich solle Athen stärker gegen Steuerbetrug kämpfen und beschlossene Strukturreformen konsequenter umsetzen.

          Insgesamt sehen die Experten Anzeichen für eine allmähliche Trendwende in Griechenland: Für 2017 erwarten sie ein Wachstum von fast zwei Prozent und für dieses Jahr immerhin überhaupt Wirtschaftswachstum. „Die Reformen beginnen Früchte zu tragen, jetzt ist es entscheidend, die Umsetzung zu verbessern“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

          Konkret klingen viele Vorschläge der OECD ziemlich nach Altbekanntem: Griechenland müsse seine öffentliche Verwaltung verbessern, ein ordentliches Insolvenzrecht schaffen und die Probleme mit faulen Krediten in den Bankenbilanzen lösen. Um gerade die gewachsene Armut unter Kindern zu bekämpfen, sollten die griechische Regierung außerdem beispielsweise überlegen, das Essen in Schulen zu verbessern und auf diesem Wege Entlastung zu schaffen.

          Die griechische Wirtschaftsleistung hat sich gegenüber dem Jahr 2007 real um mehr als ein Viertel verringert. Außerdem verharrt die Arbeitslosigkeit weiterhin deutlich oberhalb der Marke von 20 Prozent der Erwerbsfähigen.

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