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Giannis Varoufakis : Mehrwertsteuer auf griechischen Inseln wird nicht erhöht

  • Aktualisiert am

Jachten vor Mykonos Bild: Imago

Auf vielen griechischen Inseln gilt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz. Mehrere Regierungsmitglieder hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, ihn anzuheben. Doch Finanzminister Varoufakis erteilt diesen Plänen nun eine Absage.

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          Auf beliebten griechischen Ferieninseln wie Mykonos, Santorin oder Paros wird es keine Erhöhungen der Mehrwertsteuer geben. Das teilte der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis am Donnerstag mit. „Ich werde keine Erhöhung der Mehrwertsteuer der Inseln unterschreiben“, sagte er im griechischen Parlament.

          Andere Regierungsmitglieder - darunter auch die stellvertretende Finanzministerin Nadja Valavani- hatten in den vergangenen Tagen wiederholt angekündigt, Athen plane den seit Jahrzehnten geltenden ermäßigten Steuersatz auf das Festlandniveau von 23 Prozent anzuheben. Damit werde Athen den Forderungen der Geldgeber entgegenkommen, hieß es noch vor wenigen Tagen.

          In den vergangenen Tagen hatten Unternehmer und Regionalpolitiker von den Insel der Ägäis heftig gegen diese Pläne protestiert. Auf den Inseln (außer Kreta) liegen die Mehrwertsteuersätze 30 Prozent unter denen im Rest des Landes. Das soll die hohen Transportkosten ausgleichen, den Tourismus fördern und den ärmeren Inselbewohnern helfen.

          Unklar ist, wie die Geldgeber auf die Ankündigung Varoufakis' reagieren. Am Freitag hatte der griechische Innenminister Nikos Voutzis damit gedroht, eine am 9. April fällige Kreditrate an den IWF nicht zu bezahlen. Nur wenige Stunden später widersprachen andere Regierungsstellen. Ein Regierungssprecher betonte am Donnerstag, Griechenland wolle seine Verpflichtungen gegenüber dem IWF fristgerecht am 9. April erfüllen. „Das Geld für April gibt es“, sagte er im griechischen Fernsehen. Er machte darauf aufmerksam, dass Griechenland seit August 2014 keine Finanzhilfen mehr erhalten habe. „Alle wissen, dass es Liquiditätsprobleme gibt“, sagte der Regierungssprecher.

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