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Kommentar : Die Grünen und der Grexit

  • -Aktualisiert am

Die griechische Links-rechts-Regierung Tsipras hat in Deutschland einen weiteren unverbrüchlichen Verbündeten neben der Linkspartei: die Grünen. Deren Angst vor dem Grexit ist blauäugig.

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          Die radikale Links-rechts-Regierung Tsipras kann mit ihren Gläubigern umspringen, wie sie will, in Deutschland hat sie - neben der Linkspartei - einen unverbrüchlichen Verbündeten: die Grünen. Einen „Grexit“, das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro, schließen die Grünen kategorisch aus. Selbst Merkels weiche Vorgabe „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ geht ihnen zu weit.

          Die Grünen wollen den Griechen notfalls auch helfen, wenn deren Regierung keinen (Reform-)Willen zeigt. Das Risiko, dass ein Grexit den Euroraum destabilisiere, sei viel zu groß, sagt Parteichef Cem Özdemir. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat er daher unlängst vorgeschlagen, für Griechenland und andere finanzschwache Euroländer einen Finanzausgleich einzuführen, nach dem Muster des deutschen Länderfinanzausgleichs.

          Das grüne Ideal ist die europäische Transferunion, auch wenn die Partei das in diesen Tagen nicht offensiv propagiert. Denn selbst eine Transferunion braucht Regeln, die verhindern, dass die Solidarität ausgenutzt wird. Was aber, wenn eine Regierung, wie die von Tsipras, nur nach eigenen Regeln spielt? Die Grünen sind blauäugig, wenn sie den Grexit um jeden Preis verhindern wollen.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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