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Neue Hilfskredite : Griechenland muss weiter verhandeln

  • Aktualisiert am

In Athen gibt es immer wieder Proteste gegen die Reformen. Bild: dpa

Griechenland hofft auf weitere Milliarden durch die internationalen Geldgeber. Doch die fordern weitere Sparmaßnahmen. Jetzt haben sich beide Seiten auf die ersten Punkte geeinigt.

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          Die Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern werden an diesem Mittwoch fortgesetzt. Experten der Geldgeber und der Regierung hatten die ganze Nacht zum Mittwoch verhandelt und sich nach Darstellung der griechischen Seite in zahlreichen Punkten geeinigt.

          Es gebe jedoch „noch vier oder fünf Themen“, über die noch verhandelt werden muss, sagte ein hochrangiger griechischer Funktionär nach einem Verhandlungsmarathon am Morgen. Ob und wann es zu einer Einigung auf Arbeitsebene („Staff Level Agreement“) kommt, blieb am Mittwoch jedoch unklar.

          Die internationalen Geldgeber fordern weitere Sparmaßnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Es geht in erster Linie um die Senkung des Einkommensteuerfreibetrags von heute 8636 Euro auf etwa 6000 Euro pro Jahr. Zudem werden weitere Rentenkürzungen und weitere tiefe Einschnitte im Bereich Arbeits - und Streikrecht gefordert. Die griechische Seite fordert dafür Maßnahmen, die die Wirtschaft ankurbeln würden, wie die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für den Tourismusbereich. Am Donnerstag soll die Arbeitsgruppe der Eurogruppe über den Werdegang der Verhandlungen informiert werden.

          Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Die Athener Regierung hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung können weitere Milliarden ausgezahlt werden. Das muss bis zum Sommer geschehen. Im Juli muss Athen mehr als sieben Milliarden Euro an verschiedene Gläubiger zahlen. Das Geld dafür hat Athen nicht.

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