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Griechenland : Was Athen will

  • -Aktualisiert am

Wohin will die neue griechische Regierung? Sie redet mal von diesem, dann von jenem. Man weiß vor allem, was sie nicht will: Reformen durchführen, die man vereinbart hat.

          Nein, Athens Premier Tsipras ruft nicht beim EU-Kommissionspräsidenten Juncker um Hilfe. Natürlich brauche Griechenland auch kein Geld. Schließlich tönte zuvor Athens neuer Finanzminister: Nie, nie, nie wieder wolle man neue Kredite, man sei flüssig, erwirtschafte sogar Überschüsse, wolle allerdings die Schulden gestrichen bekommen, aber Anleihen zurückzahlen, sei übrigens jedoch bankrott. Wer weiß nun, was Athen will? Halb so schlimm, denn jeder weiß, was Hellas nicht will: Reformen durchführen, die man vereinbart hat.

          Sogar der größte Einzelgläubiger, der Euro-Rettungsfonds EFSF, bei dem Hellas mit 142 Milliarden Euro in der Kreide steht, kann nicht mehr zur Athener Kassenlage sagen, als dass man sich Sorgen mache.

          Damit der Schrecken endlich ein Ende findet, könnte zur Abwechslung doch auch einmal ein Rettungspolitiker sagen, was Athen wirklich will: das Steuergeld anderer Länder ohne Auflagen ausgeben.

          Wer das auch will, mag damit vor seine Wähler treten. Wer hingegen politische und ökonomische Vernunft und gesunden Menschenverstand walten lassen und das Recht achten will, wird auch den Mut finden, Athen den Geldhahn zuzudrehen.

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