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Griechenland-Hilfe : Union streitet um ihre Fraktionsdisziplin

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Volker Kauder und Angela Merkel, umgeben von leeren Stühlen. Bild: dpa

Bald steht die Abstimmung über das dritte Griechenland-Hilfspaket an. Unions-Fraktionschef Volker Kauder droht schon mal den Abweichlern. Die ärgern sich.

          Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat mit einer scharfen Warnung an Abweichler in den eigenen Reihen für Ärger in seiner Fraktion gesorgt. Kauder sagte der „Welt am Sonntag“ mit Blick auf die zahlreichen Nein-Stimmen aus der Unionsfraktion zu neuen Griechenland-Hilfen, dass dies für einzelne Abgeordnete Konsequenzen haben werde.

          „Die mit Nein gestimmt haben, können nicht in Ausschüssen bleiben, in denen es darauf ankommt, die Mehrheit zu behalten: etwa im Haushalts- oder Europaausschuss.“ Kauder weiter: „Die Fraktion entsendet die Kollegen in Ausschüsse, damit sie dort die Position der Fraktion vertreten.“

          Bald steht die Abstimmung über das dritte Hilfspaket für Griechenland an. Bei der Abstimmung über die Aufnahme der Verhandlungen hatten Mitte Juli insgesamt 60 Abgeordnete von CDU und CSU gegen das von der schwarz-roten Bundesregierung vorgelegte Maßnahmenpaket gestimmt.

          Einer von ihnen, der CDU-Politiker Christian von Stetten, kündigte an, „selbstverständlich bei seiner ablehnenden Haltung“ zu bleiben. „Eine solche Drohung beeindruckt mich überhaupt nicht“, machte der Vorsitzende des CDU/CSU-Parlamentskreises Mittelstand in der „Bild“-Zeitung deutlich.

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          Den „Stuttgarter Nachrichten“ sagte von Stetten, er könne Kauders Drohung nicht nachvollziehen. „Ich bin ein frei gewählter Abgeordneter und lasse mich in einer solch wichtigen Frage wie der Griechenland-Hilfe von niemandem unter Druck setzen.“ Von Stetten gehört dem Finanzausschuss des Bundestages an.

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