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Hilfe für Griechenland : Grünes Licht für 2,8 Milliarden Euro

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Die Miene von Alexis Tsipras ist nicht umsonst düster: Griechenlands Schulden beliefen sich zuletzt auf rund 315 Milliarden Euro. Bild: Reuters

Zunächst hatten die Euro-Finanzminister nur 1,1 Milliarden Euro der neuen Hilfszahlung an Griechenland bewilligt. Jetzt sind die letzten Zweifel offenbar ausgeräumt.

          Das hoch verschuldete Griechenland bekommt weitere Unterstützung der internationalen Geldgeber. Das Leitungsgremium des „Europäischen Stabilitätsmechanismus“(ESM) gab am Dienstag offiziell grünes Licht für die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro. Die Entscheidung sei ein Zeichen dafür, dass Griechenland stetige Reformfortschritte mache, sagte ESM-Chef Klaus Regling. Wenn das Land diesen Weg fortsetze, könne das griechische Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr anziehen.

          Die 2,8 Milliarden Euro an Hilfskrediten waren vor allem an die Erfüllung von 15 Reformvorgaben - sogenannter Milestones - geknüpft. Doch die Euro-Finanzminister hatten auf ihrem Treffen in Luxemburg nach der Überprüfung von Reformauflagen lediglich 1,1 Milliarden Euro freigegeben. Athen musste für die komplette Auszahlung noch nachweisen, dass mit bereits ausgezahlten Geldern Außenstände bei Institutionen im eigenen Land beglichen wurden. Dies sei geschehen, hieß es nun.

          Griechenland ist seit 2010 von der Unterstützung internationaler Geldgeber abhängig. Im vergangenen Sommer hatte das Land in einer dramatischen Finanzlage für ein Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro nach harten Verhandlungen weitreichende Reformzusagen gemacht. Dabei ging es unter anderem um Privatisierungen von Staatseigentum und Rentenreformen.

          Der griechische Premier Alexis Tsipras forderte zuletzt eine weitere Reduzierung des Athener Schuldenberges. Um seine Reformwilligkeit zu beweisen plant er zudem Regierungskreisen und griechischen Medien zufolge eine Regierungsumbildung. Athens Schulden beliefen sich zuletzt auf rund 315 Milliarden Euro.

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