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Trotz akuter Finanznot : Griechenland bezahlt seine Staatsdiener

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Kein Grund mehr zu streiken: Angestellte im öffentlichen Dienst fordern im Juli 2014 das Ende der Sparpolitik. Bild: AFP

Athen hat den Angestellten im öffentlichen Dienst trotz akuter Finanznot ihr Gehalt überwiesen. Es geht offenbar um 500 Millionen Euro.

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          Trotz akuter Finanznot hat Griechenland den Beschäftigten im öffentlichen Dienst pünktlich die Gehälter überwiesen. Die jeweils Mitte des Monats fälligen Gelder seien ausbezahlt worden, teilte das Finanzministerium am Freitag mit. Es seien rund 500 Millionen Euro, sagte eine mit der Sache vertrauten Person im Ministerium.

          Griechenland wird seit 2010 mit 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Doch in den nächsten Wochen droht der Regierung das Geld auszugehen. Die Auszahlung weiterer 7,2 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm ist von einer Einigung der Athener Regierung mit den Euro-Partnern über den Reformkurs abhängig. Die Verhandlungen kommen jedoch nur schleppend voran.

          In ihrer Not hat die Regierung in Athen auf verschiedenen staatlichen Ebenen rund 600 Millionen Euro zur Finanzierung der laufenden Verpflichtungen eingetrieben. Kommunen und andere Behörden waren aufgefordert worden, Barreserven an die Notenbank weiterzuleiten. Hunderte Bürgermeister hatten sich jedoch geweigert, die Anweisung zu befolgen.

          Eines der Wahlversprechen der Regierungspartei „Syriza“ war, aus dem öffentlichen Dienst entlassene Angestellte wiedereinzustellen. Anfangs der Woche hatten davon 400 Putzfrauen im Athener Finanzministerium profitiert.

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