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Finanzminister-Treffen : Griechen erklären Schuldengespräche für gescheitert

  • Aktualisiert am

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis am Montag vor Journalisten in Brüssel Bild: dpa

Die Finanzminister Griechenlands und der anderen Euro-Staaten haben sich nicht auf eine Lösung des Schuldenstreits geeinigt. Einen Vorschlag der EU hat die griechische Regierung brüsk zurückgewiesen - er sei "absurd". 

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          Die Verhandlungen von Griechenlands Finanzminister Varoufakis mit seinen europäischen Kollegen über einen Kompromiss in Sachen Griechenland-Hilfe sind gescheitert. Das Treffen der Eurogruppe ist beendet.

          Die griechische Regierung sperrt sich gegen eine Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms. Ein Entwurf für eine entsprechende Erklärung beim Treffen der Euro-Finanzminister sei unvernünftig und inakzeptabel, sagte ein Vertreter der Regierung am Montag in Brüssel. „Unter diesen Umständen kann es heute keine Einigung geben“. Diejenigen, die auf diese Forderung zurückkämen, verschwendeten ihre Zeit. Aus der griechischen Regierung hieß es zudem: „Das, was präsentiwert wurde, weicht ab von den Vereinbarungen zwischen Regierungschef Alexis Tsipras und Eurogruppenchef Dijsselbloem.“

          Mehrere Finanzminister der Eurozone und die EU-Kommission hatten eine Verlängerung des Hilfspakets als beste Lösung bezeichnet, weil damit Zeit für Verhandlungen gewonnen würde. Die Euro-Finanzminister ringen unter Zeitdruck um eine Lösung, weil das aktuelle Programm, das die linke Regierung in Athen ablehnt, bis Ende Februar läuft und danach die Pleite des Landes droht.

          Allerdings waren mehrere Teilnehmer schon vor der Verhandlung skeptisch gewesen.

          Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und dem griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis war ohne Ergebnis geblieben. Das Klima sei schlecht gewesen, hieß es aus Kreisen der Athener Regierung, die vom Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Ministerpräsident Alexis Tsipras dominiert wird.

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich vor dem Treffen über Griechenlands Regierung beschwert. „Viele wissen nicht, was die Griechen wollen“, sagte er. „Wissen Sie das?“. Am Morgen hatte er die Griechen für ihre Regierung bedauert, weil sie sich „ziemlich verantwortungslos“ verhalte.

          Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling hatte der Regierung in Athen vorgeworfen, die Verhandlungen mit Attacken gegen die Geldgeber belastet zu haben. „Wenn man einen Kredit verlängert haben möchte und zuerst den Bankdirektor beschimpft, ist das eine schwierige Vorgehensweise“, sagte Schelling.

          Eine neue Verhandlung könnte am Freitag stattfinden.

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