https://www.faz.net/-gqu-854hw

Joschka Fischer : „Ich bin ziemlich pessimistisch“

Joschka Fischer Bild: dpa

Der frühere Bundesaußenminister befürchtet einen ungeordneten Austritts Griechenland aus der Eurozone – und warnt vor möglicherweise verheerenden Folgen. Das angekündigte Referendum sei „das Rezept für ein Desaster“.

          1 Min.

          Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer warnt angesichts der Griechenland-Krise vor einem Scheitern Europas. „Ich bin ziemlich pessimistisch“, sagte Fischer am Montagabend auf einer Veranstaltung der britischen Denkfabrik Centre for European Reform in London. „Wir bewegen uns auf einen ungeordneten Grexit zu“, befürchtet er.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das vom griechischen Regierungschef Alexis Tsipras angekündigte Referendum über die von der Eurozone geforderten Reformen sei „das Rezept für ein Desaster“. Aus dem befürchteten Austritt Griechenlands aus der Eurozone könne sich eine gefährliche Kettenreaktion entwickeln: Fischer verwies darauf, dass auch in Spanien Parlamentswahlen anstehen und dort die populistische Podemos Partei im Aufwind ist.

          Zudem könnten die Briten bei ihrem bevorstehenden Volksentscheid für den Austritt aus der EU votieren. „Wir sollten uns nicht täuschen: Im schlimmsten Fall würde Europa plötzlich am Rande des Scheiterns stehen“, warnte Fischer.  Dabei sei für die Mitgliedsstaaten der EU Einigkeit derzeit vor allem wegen der Spannungen mit Russland von größter Bedeutung. „Europa wird von innen und außen bedroht“, sagte der frühere Außenminister.

          Weitere Themen

          Aktienkurse stürzen weiter ab Video-Seite öffnen

          Wall Street : Aktienkurse stürzen weiter ab

          An der New Yorker Börse sind die Aktienkurse weiter abgestürzt. Der Dow Jones schloss 4,4 Prozent tiefer auf 20.943 Punkte. Damit setzt sich Talfahrt der vergangenen Wochen fort.

          Topmeldungen

          Corona-Berater des Präsidenten : Fauci bekommt Personenschutz

          Anthony Fauci ist für viele Amerikaner das Gesicht der Corona-Krisenbewältigung. Einigen Rechten ist er verdächtig. Sie sehen in ihm einen Vertreter des „tiefen Staats“, der Donald Trump schaden wolle – und sie bedrohen ihn.
          Wer mit seinem Vermieter redet, hat immerhin eine Chance, dass der die Miete von sich aus reduziert.

          Corona-Krise : Von wegen keine Miete zahlen!

          Viele Menschen in Deutschland glauben, sie müssten wegen des jüngst beschlossenen Corona-Hilfen-Gesetzes ihre Miete nicht zahlen. Das ist ein Fehler – und kann sehr teuer werden!

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.