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Joschka Fischer : „Ich bin ziemlich pessimistisch“

Joschka Fischer Bild: dpa

Der frühere Bundesaußenminister befürchtet einen ungeordneten Austritts Griechenland aus der Eurozone – und warnt vor möglicherweise verheerenden Folgen. Das angekündigte Referendum sei „das Rezept für ein Desaster“.

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          Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer warnt angesichts der Griechenland-Krise vor einem Scheitern Europas. „Ich bin ziemlich pessimistisch“, sagte Fischer am Montagabend auf einer Veranstaltung der britischen Denkfabrik Centre for European Reform in London. „Wir bewegen uns auf einen ungeordneten Grexit zu“, befürchtet er.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das vom griechischen Regierungschef Alexis Tsipras angekündigte Referendum über die von der Eurozone geforderten Reformen sei „das Rezept für ein Desaster“. Aus dem befürchteten Austritt Griechenlands aus der Eurozone könne sich eine gefährliche Kettenreaktion entwickeln: Fischer verwies darauf, dass auch in Spanien Parlamentswahlen anstehen und dort die populistische Podemos Partei im Aufwind ist.

          Zudem könnten die Briten bei ihrem bevorstehenden Volksentscheid für den Austritt aus der EU votieren. „Wir sollten uns nicht täuschen: Im schlimmsten Fall würde Europa plötzlich am Rande des Scheiterns stehen“, warnte Fischer.  Dabei sei für die Mitgliedsstaaten der EU Einigkeit derzeit vor allem wegen der Spannungen mit Russland von größter Bedeutung. „Europa wird von innen und außen bedroht“, sagte der frühere Außenminister.

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