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Eurokrise : SPD: Griechenland braucht mehr Geld, als Schäuble zugibt

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Wie viel Geld braucht Athen wirklich? Bild: dpa

Griechenland braucht bis zum Jahr 2015 noch einmal rund 11 Milliarden Euro. In den folgenden Jahren wird die Finanzierungslücke nach Ansicht der SPD aber noch größer.

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          Der Finanzbedarf Griechenlands ist nach Ansicht der SPD deutlich höher als bislang diskutiert. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, sagte der Bild-Zeitung: „Zu den knapp elf Milliarden Euro bis 2015 kommt für den Zeitraum 2015 bis 2020 ein weiterer hoher zweistelliger Milliardenbetrag.“

          Griechenlands Finanzminister Ioannis Stournaras hatte zuvor gesagt, dass sein Land in den Jahren 2014 und 2015 vor einer Finanzlücke von rund zehn Milliarden Euro stehe. Im Bundesfinanzministerium war bisher von einem „niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag“ die Rede gewesen.

          Die Lücke ergibt sich nach Ansicht Schneiders unter anderem aus der schwachen Wirtschaftsentwicklung und fehlenden Privatisierungserlösen. Schneider sagte, die letzte Schuldentragfähigkeitsanalyse der Troika für Griechenland habe den Bedarf bis 2020 auf rund 77 Milliarden Euro taxiert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble müsse „die aktuellen Zahlen schleunigst auf den Tisch legen.“ Die Bundesregierung müsse noch vor der Bundestagswahl erklären, was ihr die Rettung Griechenlands wert sei.

          Der Sprecher der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“, Bernd Lucke, hatte in den vergangenen Tagen ähnlice Forderungen gestellt. Er warf der Regierung vor, die wahren Kosten der Griechenland-Rettung vorsätzlich zu verschleiern.

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