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Griechenland : Troika: Mehr Zeit für Privatisierungen

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Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras Bild: SvenSimon

Zwei Jahre mehr Zeit bekommt das krisengeplagte Land, um Staatsbesitz an private Investoren zu verkaufen, berichtet eine griechische Zeitung. Bis 2015 sollen 8,8 Milliarden Euro eingenommen werden.

          Das hoch verschuldete Griechenland wird einem Zeitungsbericht zufolge von seinen internationalen Geldgebern mehr Zeit zum Erreichen seiner Privatisierungsziele erhalten. Die griechische Tageszeitung „Kathimerini“
          berichtete unter Berufung auf einen Entwurf des jüngsten Troika-Berichts, dass die Vorgaben gelockert würden. So müsse die griechische Regierung mit Verkauf und Verpachtung staatlichen Eigentums bis zum Jahr 2015 nur noch 8,8 Milliarden Euro einnehmen statt der bisher angepeilten 19 Milliarden Euro. Langfristig sollten weiterhin 50 Milliarden Euro an Privatisierungserlösen
          erzielt werden. Doch auch für dieses Ziel werde Griechenland mehr Zeit bekommen.

          Die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission wird voraussichtlich noch in dieser Woche ihren Bericht über die Schuldentragfähigkeit und Reformanstrengungen des Landes vorlegen. Die Analyse ist Grundlage für die Entscheidung, ob das hoch verschuldete Land weitere Finanzhilfen erhalten soll. Griechenland wird seit Mai 2010 mit Milliarden des IWF und seiner Euro-Partner gestützt. Seitdem hat Griechenland wiederholt seine Privatisierungsvorgaben verfehlt und lediglich 1,6 Milliarden Euro an Erlösen auf diesem Gebiet erzielt.

          Das Griechenland steckt in der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die internationalen Gläubiger verlangen für die Freigabe der nächsten Hilfs-Tranche von 31,5 Milliarden Euro aber weitere Einsparungen von mindestens 11,5 Milliarden Euro, was zusätzliche Einschnitte und Sozialkürzungen für die Bevölkerung bedeutet.

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