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Griechenland : IWF plant angeblich Rückzug aus Griechenland-Hilfen

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Kein Geld mehr für Griechenland: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach einem Magazinbericht endgültig die Nase voll Bild: dapd

Wegen der schleppenden Sparbemühungen plant der Internationale Währungsfonds offenbar seinen Ausstieg aus der Griechenland-Hilfe. Damit werde eine Pleite Griechenlands im September immer wahrscheinlicher, heißt es.

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          Griechenland kann einem Medienbericht zufolge nicht mit weiteren Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete unter Berufung auf hochrangige Vertreter der EU-Kommission, der IWF habe seinen Rückzug bereits signalisiert. Damit werde eine Pleite Griechenlands im September wahrscheinlicher. Denn viele Regierungen der Euro-Zone seien ebenfalls nicht mehr bereit, neue Geldspritzen für das Land zu schultern.

          Die neue griechische Regierung will die Euro-Länder und den IWF um mehr Zeit für die Umsetzung der vereinbarten Sparschritte und Reformen bitten. Das Magazin nennt Schätzungen, wonach dies zusätzliche Hilfen zwischen zehn und 50 Milliarden Euro erfordern würde. Die Bundesregierung stellt sich gegen einen Aufschub der griechischen Ziele. Sie betonte zuletzt, dass neben den Reforminhalten auch der Zeitrahmen Teil der Verabredungen sei.

          Bericht: Risiko eines Euro-Austritts wird für beherrschbar gehalten

          Dem Magazinbericht zufolge wird das Risiko eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion in den Ländern der Euro-Zone mittlerweile für beherrschbar gehalten. Um die Ansteckungsgefahr für andere Länder zu begrenzen, wollten die Regierungen den Beginn des neuen Rettungsschirms ESM abwarten. Dieser sollte ursprünglich bereits am 1. Juli startklar sein, kann nun jedoch nicht vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts über ESM und Fiskalpakt am 12. September in Kraft treten. Ob Griechenland aus dem Hilfstopf der Währungspartner und des IWF weitere Zahlungen erhält, entscheidet die Troika aus EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB).

          Die Troika-Experten sollten am Dienstag abermals nach Athen reisen, um die Fortschritte der Regierung zu prüfen. Sollten sie einer Freigabe der Tranche zustimmen, so ist diese erst für September zu erwarten. Doch das wäre für Athen zu spät. Um im August über die Runden zu kommen, bemüht sich die klamme Regierung um einen Überbrückungskredit von Euro-Ländern und IWF, wie jüngst aus dem griechischen Finanzministerium verlautete.

          Für erhöhten Druck sorgt inzwischen auch die Europäische Zentralbank (EZB). Sie wird ab Mittwoch keine griechischen Staatsanleihen als Sicherheiten bei ihren Refinanzierungsgeschäften mehr zulassen. Damit hängen die griechischen Banken bis auf weiteres vollständig am Tropf der heimischen Notenbank. Ob die EZB die Hellas-Bonds künftig wieder akzeptieren wird, hängt ebenfalls vom Bericht der Troika ab.

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