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Griechenland : Euro-Déjà-vu

  • -Aktualisiert am

All die Regelbrüche, Nothilfen, Rettungsfonds und Schuldenschnitte haben in der Euro-Krise nur Zeit gekauft. Die Wurzel des Übels ist noch nicht behandelt.

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          Kommt das bekannt vor? Die Euro-Krise könne man nicht mit einem Paukenschlag beenden. Europa müsse stärker aus der Krise herauskommen. So oder so ähnlich klang Kanzlerin Angela Merkel auf den ungezählten EU-Krisengipfeln. Das ist lange her. Zwischenzeitlich erklärten viele Politiker die Euro-Krise für beendet.

          Doch Merkel warnte am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung abermals, die Krise sei noch nicht dauerhaft überwunden. Wieder steht ein Gipfeltreffen an; wieder schoss am Kapitalmarkt der Zins für Griechenland in die Höhe (auf fast 9 Prozent); wieder stellte die Europäische Zentralbank Athen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zusätzliche Liquidität zur Verfügung. Wo also liegt der Unterschied?

          Darin, dass der Paukenschlag sich bald zum fünften Mal jährt. Anfang 2010 war an den Märkten erstmals von einem drohenden Staatsbankrott Griechenlands die Rede. All die Regelbrüche, Nothilfen, Rettungsfonds und Schuldenschnitte haben nur Zeit gekauft, die leider nur teilweise genutzt wurde. Mit der Euro-Krise verhält es sich wie mit einem Kranken. Solange Notfallmedizin nur Symptome kuriert, aber nicht die Wurzel des Übels behandelt, wird der Patient nicht gesund.

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