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Wirtschaftspolitik : Viel hilft nicht viel

Das Feuer war für George Shackle eine Metapher für die Unsicherheit. Bild: www.plainpicture.com

Schlag nach beim vergessenen Ökonomen George Shackle: Auch große Unsicherheit rechtfertigt keine Politik, die keine Grenzen mehr kennt.

          7 Min.

          Die Politik geht in die Vollen, um die mit dem Coronavirus verbundene Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Allein in den vergangenen Tagen hat die Bundesregierung ein 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket geschnürt, während gleichzeitig die Europäische Zentralbank ihr zu Beginn der Krise aufgelegtes neues Anleihekaufprogramm von 750 auf 1350 Milliarden Euro aufgestockt hat. Seit Anfang März belaufen sich die von den Regierungen und Zentralbanken in der Welt angekündigten Hilfen auf jeweils annähernd 10 Billionen Dollar.

          Das sind ungeheuerlich anmutende Beträge – vor allem angesichts der Notwendigkeit der Regierungen, die von ihnen angekündigten Programme ganz überwiegend durch die Aufnahme neuer Schulden zu finanzieren. Ein nicht geringer Teil der in naher Zukunft aufgelegten Staatsanleihen dürfte früher oder später, begleitet vom Wohlwollen eines nicht geringen Teils der um ihre Zukunft bangenden Finanzbranche, von Zentralbanken aufgekauft werden, was unter anderem die Frage nach der Unabhängigkeit der Zentralbanken aufwirft.

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