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Eurozone : Wirtschaftsstimmung erholt sich

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Das Gelände der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße in Frankfurt am Main. Die Wirtschaft ist wieder optimistischer. Bild: dpa

Die Wirtschaft kämpft sich aus der Corona-Krise. Die Stimmung der Unternehmen und privaten Haushalte in der Eurozone hat sich im Juni so stark verbessert wie nie zuvor.

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          Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juni deutlich von ihrem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Der von der EU-Kommission erhobene Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 8,2 Punkte auf 75,7 Zähler. Das sei der stärkste jemals gemessene Anstieg, erklärte die Behörde am Montag in Brüssel. Die Erwartungen von Analysten wurden jedoch verfehlt, sie hatten im Schnitt mit 80 Punkten gerechnet. In der Europäischen Union verbesserte sich der Indikator ebenfalls erheblich.

          Mit den jüngsten Zuwächsen seien die Einbrüche vom März und April um etwa 30 Prozent aufgeholt worden, teilte die Kommission mit. Bereits im Mai hatte sich die Stimmung etwas aufgehellt. Der ESI ist ein breit angelegter Indikator, der die Stimmung der Unternehmen und privaten Haushalte misst.

          Der separat ausgewiesene Indikator für die Beschäftigungsperspektiven stieg im Juni ebenfalls stark, nachdem er in der Krise eingebrochen war. Er bewegt sich aber immer noch klar unter seinem Vorkrisenniveau.

          Auch der vom Münchener Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex, der die Stimmung der deutschen Unternehmen misst, stieg im Juni so stark wie nie zuvor. Er kletterte auf 86,2 Punkte nach 79,7 Punkten im Mai. Im April war das Barometer auf ein historisches Tief von 74,3 Punkten gefallen.

          Der kräftige Anstieg im Juni war vor allem auf den deutlich optimistischeren Blick der Unternehmen in die Zukunft zurückzuführen. Der entsprechende Index legte um 10,9 Punkte auf 91,4 Punkte zu. „Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels“, kommentierte der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest die Zahlen.

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