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Euroraum : Gute Nachrichten in der Krise

Ein Lichtblick inmitten der schweren Schuldenkrise Bild: dpa

Inmitten der schweren Schuldenkrise gibt es leichte Entspannung. Offensichtlich nimmt das Vertrauen an den Märkten zu, dass die Probleme allmählich eingedämmt werden. Bis zur Bewältigung der Krise ist es aber noch ein langer und mühseliger Weg.

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          Man darf sich ruhig auch einmal über gute Nachrichten freuen. Die gelungene Versteigerung spanischer und italienischer Staatspapiere sowie die nahezu im gesamten Euroraum rückläufigen Anleiherenditen stehen für eine leichte Entspannung inmitten einer schweren Krise.

          Offensichtlich nimmt das Vertrauen in eine allmähliche Eindämmung der Krise an den Märkten zu. Die Zuversicht in die Politik, und hier nicht zuletzt in die neuen Regierungen in Italien und Spanien, ist zuletzt ein wenig gewachsen.

          Daneben dürfte die großzügige Bereitstellung von Liquidität durch die Europäische Zentralbank (EZB) zur Nachfrage nach Staatspapieren beitragen. Es wäre viel zu früh, das Ende der Krise zu verkünden.

          Mühseliger Weg voller Risiken

          In den kommenden Monaten steht den Märkten eine wahre Flut von Emissionen neuer Staatspapiere ins Haus. Zudem scheint der Euroraum in eine Rezession einzutreten. Und auch wenn die Märkte Griechenland längst als hoffnungslosen Fall abgeschrieben haben, kann eine Eskalation der Lage in Hellas für neue Verunsicherung sorgen.

          Bis zur Bewältigung der Krise ist es somit noch ein langer und mühseliger Weg voller Risiken. Aber immerhin: Es gibt auch gute Nachrichten.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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