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Reallohn : Inflation greift viel von Lohnsteigerung ab

  • Aktualisiert am

Gerade an der Zapfsäule war es Anfang des Jahres teuer. Bild: dpa

Die Nominallöhne haben im ersten Quartal 2017 ordentlich angezogen. Bei den Verbrauchern kam davon allerdings wenig an: Einen beträchtlichen Teil hat die Inflation zunichte gemacht.

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          Die Kaufkraft der Deutschen ist im ersten Quartal wegen der höheren Inflation so schwach gestiegen wie seit über drei Jahren nicht mehr. Die Reallöhne wuchsen von Januar bis März um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Zwar zogen die Verdienste mit 2,6 Prozent kräftiger an als in den drei Vorquartalen.

          Allerdings erreichte die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent den höchsten Wert seit Ende 2012, weshalb der größte Teil des Lohnzuwachses von der Inflation zunichte gemacht wurde. Dafür sorgten vor allem teureres Benzin und Heizöl.

          Die Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmern in leitender Stellung legten mit 3,7 Prozent besonders stark zu. „Hauptursache dafür sind weit überdurchschnittlich gestiegene Sonderzahlungen“, erklärten die Statistiker. Bei an- und ungelernten Beschäftigten fiel das Plus mit 2,6 Prozent durchschnittlich aus. Der zu Jahresbeginn von 8,50 auf 8,84 Euro angehobene gesetzliche Mindestlohn habe „keine offensichtlichen Auswirkungen hinterlassen“, schlussfolgerten die Statistiker daraus.

          Teilzeitbeschäftigte kamen auf ein Verdienstplus von 3,0 Prozent, der über dem der Vollzeit- (plus 2,6) und geringfügig Beschäftigten (plus 1,0) lag. In den neuen Ländern fiel der Verdienstzuwachs mit 3,3 Prozent stärker aus als Westen mit 2,6 Prozent.

          Erklärvideo : Das Inflationsgespenst gruselt die deutschen Sparer

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