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Krisenerholung : Großbritanniens weiter Weg zum V

Angeschlagen: Der britische Finanzmarkt wird sich so schnell nicht von der Corona-Krise erholen. Bild: Reuters

Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der britischen Wirtschaft schwinden. Außerdem wartet der Brexit am Horizont. Das belastet den Londoner Aktienmarkt.

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          Der Aktienmarkt an der Themse dümpelt seit Monaten seitwärts, mit einer leichten Abwärtstendenz. Seit Mitte September hat er sich zwar ein wenig erholt. Mit aktuell knapp unter 6000 Punkten steht der FTSE-100-Index aber immer noch gut 20 Prozent unter dem Stand zum Jahresanfang. Der britische Aktienmarkt hat sich damit schlechter geschlagen als der europäische Index Euro Stoxx 50 (minus 14 Prozent). Besonders schlecht hat sich der spanische Ibex entwickelt (minus 28 Prozent seit Jahresbeginn), die französischen und italienischen Leitindizes stehen mit rund minus 18 Prozent ebenso schwach da wie der FTSE, der Dax liegt aber nur knapp 3 Prozent unter seinem Jahresanfangsstand.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Im Falle Britanniens belastet zum einen der stärkere Wirtschaftseinbruch aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdown, zum anderen kommen Brexit-Sorgen hinzu. „Der Brexit übt Abwärtsdruck auf den Markt aus, aber es gibt inzwischen doch zunehmend den Eindruck am Markt, dass das Schlimmste vermieden werden kann“, meint Peter Dixon, Volkswirt und Analyst der Commerzbank in London. Das zeigt sich auch im Außenwert des Pfundes, das im September zeitweilig drei Cent zum Euro verlor, sich dann aber erholte und seitwärts entwickelte. Aktuell liegt es etwas über 1,10 Euro und knapp über 1,30 Dollar. Einen No-Deal-Brexit wird es nach Ansicht von Dixon eher nicht geben. „Falls aber doch, dann ist das ein erhebliches Abwärtsrisiko“, fügt er hinzu.

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