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Außenhandel : Deutschland schafft Export-Rekord

  • Aktualisiert am

Container im Hamburger Hafen Bild: dpa

So viel hat Deutschland in einem Monat noch nie exportiert wie im März. Aber auch der Import wächst.

          Die Ausfuhren der deutschen Unternehmen haben im März einen neuen Rekordwert erreicht: Sie sprangen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,4 Prozent auf 107,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Dies sei der höchste jemals gemessene Monatswert.

          Auch die Importe erreichten einen neuen Rekordwert. Er stieg im Vergleich zum März 2014 um rund sieben Prozent auf 84,5 Milliarden Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. Die Außenhandelsbilanz wies einen Überschuss von 23 Milliarden Euro auf. Die meisten Waren wurden auch im März in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union versandt, und zwar im Wert von 61,5 Milliarden Euro. Gegenüber März 2014 war dies den Angaben zufolge ein Anstieg um knapp elf Prozent.

          Trotz der Exporterfolge drosselten die Unternehmen ihre Produktion überraschend. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten im März zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Ökonomen hatten ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Die Industrieproduktion allein schrumpfte sogar um 0,8 Prozent, insbesondere im Bereich der Vorleistungs- und Investitionsgüter. Die Erzeugung im Baugewerbe stieg hingegen um 2,1 Prozent, begünstigt auch durch milde Temperaturen.

          „Trotz niedriger Zinsen und eines schwachen Wechselkurses wachsen die Bäume auch für Deutschland nicht in den Himmel“, sagte Analystin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. Bislang gehen die meisten Experten davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März fast so stark gewachsen ist wie Ende 2014 mit 0,7 Prozent. Eine erste Schätzung veröffentlicht das Statistische Bundesamt am kommenden Mittwoch.

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