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Konjunktur : Die goldenen Jahre sind vorbei

Ein Auszubildender im KFZ-Handwerk schneidet in einem Ausbildungszentrum mit einer Flex einen alten Auspuff auf. Bild: dpa

Das Bild einer völlig intakten Wirtschaft trügt. Zweifel bleiben aber, ob genügend Politiker den Schuss gehört haben. Denn obwohl es an Steuern und Abgaben nicht mangelt, werden viele Standortbedingungen eher schlechter als besser.

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          Zehn Jahre ist es her, dass die deutsche Wirtschaft, aus dem Finanzkrisental kommend, wieder auf den Wachstumspfad fand. Was folgte, war eine lange Phase guter Konjunktur und Rekordbeschäftigung, wie es sie hierzulande seit dem Wirtschaftswunder nicht mehr gegeben hat. Die Steuereinnahmen stiegen in ungeahnte Höhen und verschafften Sozialpolitikern eine nie dagewesene Verteilungsmasse. Doch nichts währt ewig, erst recht nicht in der Konjunktur. 2009 war es das Frühlingsquartal, das den Daueraufschwung einläutete. Nun, ein goldenes Jahrzehnt später, stehen die Zeichen erkennbar auf Abschwung.

          Zwar ist der Rückgang der Wirtschaftsleistung bislang minimal. 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal betrug das jüngste Minus, daraus kann bei der nächsten Revision schnell wieder ein moderates Plus werden. Der verbreitete Eindruck einer ansonsten völlig intakten Volkswirtschaft trügt aber. Denn im Inneren rumort es, allen voran in der Industrie. Jahrelang profitierten der deutsche Maschinenbau, die Auto-, Chemie- und Elektroindustrie vom rasanten Aufstieg Chinas, ehe das Zusammenspiel aus Sättigung und Handelskonflikten der sagenhaften Sonderkonjunktur ein jähes Ende bereiteten. Seit nun schon mehr als anderthalb Jahren lahmt der Welthandel: Das Wachstum der ausgetauschten Güter tritt auf der Stelle, Investitionen in neue Standorte schrumpfen.

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