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Der Stresstest bringt es an den Tag : Wer finanziert die Schuldenstaaten?

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Die DZ Bank gab griechische Staatsanleihen in Höhe von 731 Millionen Euro an, hat aber die Hälfte davon in der Kategorie „für Veräußerung bestimmt“ verbucht. Auch die Dekabank hat die Hälfte ihrer 87 Millionen Euro griechische Staatsanleihen in einer Kategorie verbucht, die auf Marktwert abgeschrieben wird. Die HSH Nordbank hat 64 Prozent ihrer 100 Millionen Euro griechischer Staatsanleihen so verbucht, dass Neubewertungsrücklagen gebildet wurden oder die Anleihen wertberichtigt wurden. Die Landesbank Berlin hält 448 Millionen Euro griechische Staatsanleihen in ihrem Bankbuch „bis Fälligkeit“, musste hierfür also bisher keine Neubewertungsrücklagen bilden. Die West LB hat von ihren 343 Millionen Euro einen Betrag von 100 Millionen Euro auf den Marktwert wertberichtigt. Die WGZ verbuchte ihre 316 Millionen Euro griechische Anleihen zu 96 Millionen Euro in der Kategorie „zur Veräußerung bestimmt“ und zu 220 Millionen Euro in der Umbuchungskategorie im Bankbuch, die auf den Marktwert wertberichtigt werden darf.

Interessant ist, dass einige Banken unabhängig von griechischen Staatsanleihen noch große Kreditforderungen, und damit Risikopositionen, gegenüber Griechenland im weitesten Sinne in den Büchern haben. Dazu gehören nicht nur Banken- und Unternehmenskredite, sondern auch Forderungen für Verbriefungs-Transaktionen, Kontrahentenausfallrisiken und Forderungen gegenüber Griechenland und dem Zentralbanksystem mit Blick auf griechische Zahlungen. All diese Posten fließen in die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ein, die mit Eigenkapital unterlegt werden müssen.

Bei der Deutschen Bank ist aus dem Datenmaterial ersichtlich, dass es sich nochmals um 1,1 Milliarden Euro Kredite an Banken und 961 Millionen Euro Kredite an Unternehmen handelt. Die Commerzbank gab 1,56 Milliarden Euro zusätzliche Risikopositionen an, davon griechische Bankenkredite in Höhe von 270 Millionen Euro und Unternehmenskredite im Umfang von 941 Millionen Euro. Bei der HSH Nordbank wird eine Gesamtrisikoposition von 3,434 Milliarden Euro aufgeführt, davon entfallen aber nur 32 Millionen Euro auf Bankkredite, 191 Millionen Euro auf Unternehmenskredite und 100 Millionen Euro auf griechische Staatsanleihen. Bei der Landesbank Baden-Württemberg beläuft sich die Gesamtrisikoposition gegenüber Griechenland auf 1,92 Milliarden Euro, bei der DZ Bank auf 2 Milliarden Euro und bei der Nord LB auf 752 Millionen Euro.

Wenig Kredite in Irland

Wesentlich geringere Risiken halten die 13 deutschen Banken gegenüber Irland. Die Landesbank Berlin, die HSH Nordbank, die Landesbank Baden-Württemberg und die Helaba haben offenbar gar keine irischen Staatsanleihen mehr. Die Commerzbank, die Bayerische Landesbank und die West LB halten kleine zweistellige Millionenbeträge, die aber längere Laufzeiten aufweisen. Die Deutsche Bank hatte Ende 2010 netto 477 Millionen Euro in den Büchern, davon 259 Millionen Euro im - auf den Marktwert abgeschriebenem - Handelsbuch und 218 Millionen Euro in der Rubrik „für Veräußerung bestimmt“, gegen die Neubewertungsrücklagen gebildet werden.

Auch die DZ Bank, die Nord LB und die Dekabank haben ihre Beträge von bis zu 50 Millionen Euro wertberichtigt oder Neubewertungsrücklagen gebildet. Die WGZ gab 222 Millionen Euro irische Staatsanleihen an, wovon 90 Millionen Euro auf den Marktwert abgeschrieben wurden oder über Neubewertungsrücklagen abgesichert wurden.

In Portugal haben DZ Bank und Commerzbank größere Positionen

Im Falle Portugals sind die Beträge schon wesentlich höher. Hier haben die Banken ihre Risikopositionen auch noch nicht so gut abgesichert. Die DZ Bank gab für Ende des vergangenen Jahres einen Bestand von 992 Millionen Euro portugiesische Anleihen an, von denen 600 Millionen Euro in Kategorien verbucht sind, die auf den Marktwert abgeschrieben werden müssen. Die Commerzbank indessen hielt ihre 976 Millionen Euro Portugal-Anleihen fast ausschließlich in der Kategorie „bis Fälligkeit“. Die Hypo Real Estate hat von ihren 494 Millionen Euro Anleihen etwa die Hälfte über Abschreibungen oder Neubewertungsrücklagen abgesichert, die WGZ einen Großteil ihrer 460 Millionen Euro Portugal-Anleihen, so auch die Nord LB mit ihren 256 Millionen Portugal-Anleihen und die anderen Landesbanken, die kleine Beträge hielten. Die Landesbank Berlin, die Bayerische Landesbank und die West LB gaben an, dass sie keine Portugal-Anleihen in den Büchern hatten.

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