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Arbeitszeit : Debatte um Vier-Tage-Woche nimmt Fahrt auf

Eine Monteurin arbeitet im Werk des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen. Bild: dpa

In Umfragen bekommt die IG Metall für ihren Vorstoß kräftigen Zuspruch. Viele Autohersteller und ihre Zulieferer reduzieren die Arbeitszeit schon jetzt. Umstritten bleibt der Lohnausgleich.

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          Die durch Corona bedingte Wirtschaftskrise wird viele Arbeitsplätze überflüssig machen. Die Debatte darüber, ob dieser Effekt durch eine Vier-Tage-Woche abgefedert werden könnte, trifft in der Bevölkerung auf positive Resonanz. So zeigte eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov, dass 21 Prozent der Befragten dem von der Gewerkschaft IG Metall vorgeschlagenen Modell voll und ganz zustimmten, weitere 40 Prozent unterstützen es eher. Bei den Grünen-Wählern ist die Unterstützung der Idee mit 71 Prozent am höchsten, gefolgt von Anhängern der SPD. Die Wähler der Linken stimmen zu 63 Prozent zu, Union und FDP zu 62 Prozent.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Die wenigsten Unterstützer findet der Vorschlag bei den AfD-Anhängern. Die repräsentative Umfrage nahm ausdrücklich Bezug auf den Vorschlag des IG-Metall-Vorstands Jörg Hofmann, der die Vier-Tage-Woche mit „einem gewissen Lohnausgleich“ als Antwort auf den Strukturwandel etwa in der Autobranche ins Gespräch gebracht hatte.

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