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10.567 Infizierte an einem Tag : Frankreich im Corona-Griff

Corona-Tests in Paris: Mitarbeiter des Gesundheitswesens nehmen Nasenabstriche. Bild: dpa

Die Infektionszahlen in Frankreich erreichen neue Rekorde; es droht eine hohe Arbeitslosigkeit. Was läuft im Nachbarland anders?

          3 Min.

          Die Infektionen durch das Coronavirus haben in Frankreich am Wochenende einen neuen Rekordstand erreicht. Mehr als 10.500 Fälle wurden am Samstag innerhalb von 24 Stunden gezählt. Frankreich hat die Zahl der Tests seit dem Frühjahr zwar deutlich auf eine Million je Woche ausgeweitet, doch auch die Quote der positiven Ergebnisse ist seit Anfang Juli von 1,3 auf 5,4 Prozent gestiegen. Das Virus zirkuliert stark unter jüngeren Menschen, wodurch die Krankenhauskapazitäten deutlich weniger belastet sind als im Frühjahr; die Einlieferungen und die Todesfälle steigen jedoch auch wieder. Frankreich ist mit Spanien derzeit das Land in Europa, in dem sich die Pandemie am stärksten ausbreitet. Das macht in gesundheitlicher sowie in wirtschaftlicher Hinsicht Sorgen: Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union, deren Bruttoinlandsprodukt doppelt so groß ist wie das von Spanien.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          So sind Geschäftsreisende neben den Urlaubern zunehmend von den Mobilitätsbeschränkungen betroffen. In der vergangenen Woche weitete das Auswärtige Amt seine Reisewarnungen vom Großraum Paris und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur auch auf die Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine und Korsika aus. In diesen Gegenden befinden sich neben der französischen Hauptstadt weitere Städte wie Marseille, Lyon, Bordeaux, Nizza und Cannes.

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