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Zuschüsse in Japan und Korea : 200 Euro pro Person, aber Kasinos sind tabu

Direktzahlungen an Konsumenten sollen in Südkorea die Wirtschaft stärken. Bild: EPA

Wie Japan und Südkorea auf dem direkten Wege den Konsum stärken wollen – und was sie darin von Deutschland unterscheidet.

          3 Min.

          Anders als Deutschland versuchen Regierungen in Ostasien auf direktem Wege, in der vorerst abklingenden Corona-Pandemie den Konsum zu stärken. Japan und Südkorea verteilen an ihre Einwohner einfach Geld. In Japan erhält jeder im Land Lebende eine Zahlung von umgerechnet rund 830 Euro. In Südkorea gibt es 290 Euro für einen Einpersonenhaushalt und bis zu 730 Euro für Familien mit Kindern. Das unterscheidet sich deutlich von dem indirekten deutschen Weg, für ein halbes Jahr den Mehrwertsteuersatz zu senken. Welche Maßnahme besser wirkt, ist nicht von vornherein klar.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die Bundesregierung setzt darauf, dass die Bürger trotz Corona-Ängsten geplante Käufe größerer Konsumgüter wie Autos oder Fernseher vorziehen. Tokio und Seoul dagegen hoffen, dass die direkte Geldgabe möglichst schnell ausgegeben wird. Im Idealfall gibt die asiatische Variante der Konjunktur einen schnellen Impuls. Im schlechtesten Fall aber verpufft das Geld weitgehend auf den Sparbüchern.

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