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Corona-Krise : Großbritannien unter Schock

  • -Aktualisiert am

Archivbild von Polizisten vor dem Westminster Palace Bild: Reuters

Dauert der Lockdown der britischen Wirtschaft zu lange, drohen Massenpleiten. Notwendig ist eine Exit-Strategie.

          3 Min.

          Einem ganzen Land stockt der Puls. Die Nachricht, dass Premierminister Boris Johnson mit seiner Corona-Erkrankung auf die Intensivstation verlegt wurde, hat die Briten tief getroffen. Sie löst eine parteiübergreifende Welle des Mitgefühls aus. In der Stunde der Not steht das Vereinigte Königreich, das in den Brexit-Streitjahren so zerrissen schien, in bewundernswert zivilisierter Weise zusammen.

          In dieser Krise wird den Briten besonders schmerzlich bewusst, wie krank ihr staatliches Gesundheitssystem ist. Der National Health Service, ein Koloss mit 1,5 Millionen Angestellten, ist bis zum Zerreißen angespannt. Es fehlt an vielem: Der NHS verfügt über zu wenig Intensivbetten, Ärzte und Pflegepersonal bekamen nicht die nötige Schutzbekleidung. Ein Viertel des Personals fällt derzeit aus wegen Corona-Infektionen, -Verdachts oder als Vorsichtsmaßnahme. Die verbleibenden Ärzte und Krankenschwestern leiden unter Dauerstress, Operationen müssen verschoben werden.

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