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Folgen der Corona-Krise : 33 Millionen Amerikaner sind bislang durch die Pandemie arbeitslos geworden

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Ein Odachloser schläft vor geschlossenen Geschäften im normalerweise dicht bevölkerten Modeviertel von Los Angeles. Bild: AFP

In der größten Volkswirtschaft der Welt herrscht Massenarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote ist nun zweistellig.

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          In der Coronavirus-Krise schwillt die Welle von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten etwas ab. In der vergangenen Woche stellten 3,16 Millionen Bürger einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Das sind dennoch mehr als Fachleute im Durchschnitt vorausgesagt hatten – sie hatten mit glatt 3 Millionen gerechnet.

          Seit dem 21. März summierten sich die Anträge auf staatliche Unterstützungsleistungen auf rund 33 Millionen. Allerdings nimmt die Zahl der Anträge seit fünf Wochen kontinuierlich ab. Der Höhepunkt der Flutwelle wurde in der Woche bis zum 28. März mit fast 6,9 Millionen Erstanträgen erreicht.

          „Anzumerken ist, dass die Zahl weiterhin hoch ist und die Belastungen durch die Corona-Pandemie weiterhin den Arbeitsmarkt belasten“, sagte der Ökonom Patrick Boldt von der Landesbank Helaba. Die Rezessionssorgen blieben zunächst noch bestehen.

          Die Virus-Krise hat dem jahrelangen Boom am amerikanischen Arbeitsmarkt ein jähes Ende gesetzt und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst. Für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung für April gehen von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen von einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenquote auf 16 Prozent aus – im März hatte sie bei gerade mal einem Viertel davon (4,4 Prozent) gelegen. Zugleich beziffern sie den zu erwartenden Jobabbau im vorigen Monat auf die Rekordzahl von 22 Millionen.

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