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Bankenabwicklung : EU-Spitzen treffen sich zum Streit

  • Aktualisiert am

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem Bild: REUTERS

Krach um die Bankenabwicklung: Brüssel will einen Fonds, der Geldhäuser direkt stützen kann - Deutschland ist dagegen. Heute beraten EU-Spitzenvertreter mit Finanzminister Schäuble.

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          Wegen des Streits über die künftige Bankenabwicklung hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach einem Bericht des „Handelsblatts“ führende Vertreter der Euro-Gruppe und der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Gesprächen nach Berlin eingeladen. Bei dem Treffen an diesem Freitag gehe es um die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten bei den geplanten Regeln zur Abwicklung maroder Banken, schreibt das Blatt. Im Finanzministerium hieß es am Donnerstag in Berlin lediglich: „Es finden derzeit auf allen Ebenen viele Gespräche statt.“

          Erwartet werden zu dem Treffen laut „Handelsblatt“ Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici, EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen und EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

          Bisher gibt es bei den Regeln einschließlich der geplanten Abwicklungsbehörde und eines Abwicklungsfonds zwischen den Euro- und EU-Staaten noch große Meinungsunterschiede. Eine Einigung im EU-Finanzministerrat bis Jahresende gilt daher als fraglich. Nächste Woche kommen die Finanzminister der Euro-Gruppe und der EU zu weiteren Beratungen in Brüssel zusammen. Falls dann keine Einigung gelingt, wollen sie sich den Angaben zufolge am 16. Dezember erneut treffen.

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