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Auswirkungen der Rezession : Frankreich hat höchste Arbeitslosenquote seit 1998

  • Aktualisiert am

Betrieb vor dem Jobcenter: Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist hoch. Bild: dpa

Von Januar bis März ist die Arbeitslosenquote in Frankreich auf 10,4 Prozent gestiegen. Die Aussichten sind trübe: OECD und IWF erwarten frühestens im kommenden Jahr eine Erholung.

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          In Frankreich spitzt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter zu. Im Zuge der Rezession in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euroraums erreichte die Arbeitslosenquote im ersten Quartal den höchsten Wert seit 1998.

          In den Monaten Januar bis März sei die Quote nach der Berechnungsmethode der Internationalen Arbeitsorganisation ILO um 0,3 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent gestiegen, teilte die nationale Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris nach vorläufigen Daten mit. Volkswirte hatten diesen Anstieg erwartet.

          Mit Einbeziehung der französischen Überseegebiete lag die französische Arbeitslosenquote im ersten Quartal etwas höher bei 10,8 Prozent. Frankreich leidet unter einer Wirtschaftsflaute und war im ersten Quartal erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 wieder in die Rezession gerutscht.

          Erholung frühestens ab dem kommenden Jahr

          Zuletzt hatten die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationale Währungsfonds (IWF) einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Frankreich erwartet. Demnach dürfte sich die Lage frühestens ab dem kommenden Jahr wieder entspannen. Präsident Francois Hollande hat eigentlich das Ziel ausgegeben, bis zum Jahresende die Wende zu schaffen.

          Der IWF fordert deshalb die Regierung zu mehr Reformeifer auf. Frankreich müsse seine Arbeitskosten drücken und die Steuererhöhungen beenden, um  international konkurrenzfähiger zu werden. Ein geringerer Mindestlohn und flexiblere Arbeitsverträge könnten helfen, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu verringern.

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