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Quote bleibt bei 5,9 Prozent : Zahl der Arbeitslosen steigt im Dezember leicht

  • Aktualisiert am

Weiter dicht: Auch Restaurants dürften zunächst geschlossen bleiben. Bild: dpa

Der Anstieg sei allerdings nicht so stark ausgefallen wie sonst im Dezember üblich, sagte Arbeitsagentur-Chef Scheele. Auch etwas mehr Kurzarbeit wurde im Vergleich zu November angemeldet.

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          Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 8000 auf 2,707 Millionen gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2019 stieg die Zahl um 480.000, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,9 Prozent.

          „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Dezember gestiegen, aber nicht so stark wie sonst in diesem Monat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. „Die Nachfrage der Betriebe stabilisiert sich auf niedrigem Niveau“, betonte er. Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie treiben die Kurzarbeit in Deutschland wieder in die Höhe. Von 1. bis 28. Dezember erreichten die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Anzeigen zur Kurzarbeit für 666.000 Personen. Im November waren es 627.600 Anzeigen. „Die Anzeigen für Kurzarbeit haben wieder zugenommen – jedoch nur in begrenztem Umfang“, erklärte Scheele.

          Ausbildungsmarkt auch getroffen

          Im März auf dem Höhepunkt des ersten Corona-Lockdowns waren es noch über zehn Millionen. In der Regel wird Kurzarbeit nicht für alle Anmeldungen auch verwirklicht. Tatsächlich in Kurzarbeit waren im Oktober 1,99 Millionen Menschen – nach fast sechs Millionen im April. Neuere Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegen noch nicht vor.

          Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte nach Vorlage der Zahlen: „Angesichts der Schwere der wirtschaftlichen Herausforderung infolge der Corona-Pandemie zeigt sich der Arbeitsmarkt widerstandsfähig.“ Die Maßnahmen zur Überwindung der Krise zeigten Wirkung. „Ich sehe die realistische Chance, dass sich die Wirtschaft ab dem Sommer 2021 wieder erholt und deutlich an Fahrt gewinnt“, so Heil weiter.

          Die Corona-Krise schlägt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt nieder. Von Oktober bis Dezember seien 73.000 junge Leute noch auf der Suche nach einer Lehrstelle gewesen. Das sind 12.000 mehr als noch vor einem Jahr. Dem standen 72.000 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber.

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