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Häusermarkt : Allianz-Vorstand warnt vor Immobilienblase

  • Aktualisiert am

Maximilian Zimmerer ist Finanzvorstand der Allianz. Bild: Andy Ridder

Privatanleger, die Inflation und das Ende des Euro fürchten, könnten die Häuserpreise flächendeckend anheizen, sagt Maximilian Zimmerer. Er warnt auch vor den Folgen der expansiven Geldpolitik.

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          Der Versicherungskonzern Allianz hat angesichts der Flucht verunsicherter Anleger in Sachwerte vor einer Immobilienblase in Deutschland gewarnt. „Im Moment sehe ich noch keine Blase, aber ich fürchte, es könnte zu einer kommen“, sagte Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer der Süddeutschen Zeitung. „Die wäre dann nicht von Großanlegern wie der Allianz getrieben, sondern eher von Privatanlegern, die Inflation und einen Kollaps des Euro fürchten und in Sachwerte flüchten.“ Niedrige Zinsen haben die Immobilienpreise vor allem in deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren stark steigen lassen.

          Zimmerer warnte dabei auch vor den Gefahren der Krisenpolitik der
          Notenbanken. Diese sei sehr expansiv, um Investitionen zu ermöglichen und den Staaten den Schuldenabbau zu erleichtern. „Das Problem dabei ist: Niedrige Zinsen führen auf Dauer immer zu einer Fehlsteuerung von Investments, weil das Geld zu billig ist“, sagte Zimmerer. Das hätten die Immobilienblasen in den Vereinigten Staaten, Spanien oder Irland gezeigt.

          Den stärksten Zuwachs bei den Wohnungspreisen gab es im zweiten Quartal 2012 wieder einmal in München – aber auch in Berlin ziehen die Preise immer stärker an
          Den stärksten Zuwachs bei den Wohnungspreisen gab es im zweiten Quartal 2012 wieder einmal in München – aber auch in Berlin ziehen die Preise immer stärker an : Bild: F.A.Z.

          Im Kampf gegen die Eurokrise sieht der Allianz-Finanzchef
          Fortschritte. Aber es brauche nun Zeit, bis Strukturreformen und
          Sparprogramme ihre volle Wirkung zeigen könnten. „Fundamental zum
          Beispiel muss man sich um Spanien und Italien keine Sorgen machen“, erklärte Zimmerer. Griechenland müsse mehr Zeit gegeben werden.


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