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5,0 Prozent Wachstum : Amerikas Wirtschaft legt überraschend kräftig zu

  • Aktualisiert am

Amerika glänzt wieder: die Skyline von Manhattan Bild: AP

Es hat lange gedauert, bis die Wirtschaft der Vereinigten Staaten wieder in Schwung kam - jetzt brummt sie wie seit 11 Jahren nicht mehr. Die Europäer können nur vor Neid erblassen - und die Fed dürfte bald zur Zinsschraube greifen.

          Die amerikanische Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend stark in Schwung gekommen und hat das stärkste Wachstum seit elf Jahren erreicht. In den Monaten Juli bis September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,0 Prozent gewachsen, teilte die Regierung am Dienstag nach einer dritten Schätzung mit. So stark war die amerikanische Wirtschaft zuletzt im dritten Quartal 2003 gewachsen.

          Die Wachstumsdaten aus den Vereinigten Staaten können nicht mit den deutschen Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts verglichen werden. In den Vereinigten Staaten sind die Quartalszahlen auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang unverändert anhalten würde.

          Volkswirte positiv überrascht

          In der dritten Schätzung der Regierung zeigte sich unter anderem eine deutliche Verbesserung beim privaten Konsum der Amerikaner. Hier habe es im dritten Quartal einen Zuwachs um 3,2 Prozent gegeben, nachdem in der zweiten Schätzung nur ein Anstieg um 2,2 Prozent ermittelt worden war.

          Volkswirte zeigten sich überrascht von der Entwicklung. Sie hatten zwar mit einer Aufwärtsrevision der BIP-Daten gerechnet, nachdem eine zweite Schätzung nur ein Wachstum von 3,9 Prozent ausgewiesen hatte.Die Erwartung der Experten beschränkte sich aber auf plus 4,3 Prozent.

          „Wachstumslokomotive der Weltkonjunktur“

          Experten der NordLB beschrieben die Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund der Daten als „Wachstumslokomotive der Weltkonjunktur“. Allerdings gehen sie davon aus, dass die konjunkturelle Dynamik bis zum Jahresende etwas abflauen dürfte.

          Hierauf deuten auch aktuelle Daten zum Auftragseingang hin, die zeitgleich mit den Wachstumsdaten veröffentlicht wurden. Im November gingen die Aufträge für langlebige Güter überraschend um 0,7 Prozent zurück. Volkswirte hatten hingegen mit einem starken Anstieg um 3,0 Prozent gerechnet.

          Am Devisenmarkt legte der Dollar nach Veröffentlichung der Daten zu. Der Euro rutschte im Gegenzug unter 1,22 Dollar und erreichte bei 1,2180 Dollar den tiefsten Stand seit Juli 2012.

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