https://www.faz.net/-gqe-9y9zw

Weltarbeitsorganisation : 2,7 Milliarden Arbeitskräfte von Anti-Corona-Maßnahmen betroffen

  • Aktualisiert am

Besonders hart betroffen von der Krise ist die Tourismusbranche, insbesondere die Anbieter von Kreuzfahrten. Bild: AFP

Vier von fünf arbeitenden Menschen auf der Welt leiden unter den Folgen von Corona, teilt die Weltarbeitsorganisation ILO mit. Für sie ist die Corona-Krise die „schwerste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“.

          1 Min.

          Der Weltarbeitsorganisation ILO zufolge sind derzeit 2,7 Milliarden arbeitende Menschen von Anti-Corona-Maßnahmen betroffen. Das sind 81 Prozent aller Arbeitskräfte auf der Welt. 

          Die ILO schätzt zudem, dass aufgrund der Corona-Krise die geleistete Arbeitszeit in den kommenden Monaten um Milliarden Stunden sinken wird. Für das zweite Quartal 2020 rechnet die ILO laut einer am Dienstag veröffentlichten Analyse mit einem globalen Rückgang um 6,7 Prozent – das entspricht der Arbeitszeit von rund 230 Millionen Arbeitskräften (bei 40 Wochenstunden). In Europa sinkt die Arbeitszeit demnach um geschätzte 7,8 Prozent beziehungsweise um die Arbeitszeit von 15 Millionen Vollzeitkräften.  

          „Umstellungen bei der Beschäftigung folgen normalerweise mit etwas Verspätung auf wirtschaftliche Abschwünge. In dieser aktuellen Krise wurde die Beschäftigung aber durch Lockdowns und andere Maßnahmen direkt und zudem härter getroffen, als am Anfang der Pandemie erwartet wurde“, heißt es in der Analyse. „Es handelt sich hier um die schwerste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.“

          Am stärksten von der Corona-Krise getroffen werden laut ILO unter anderem das Gastgewerbe, das Handwerk, der Groß- und Einzelhandel sowie Autowerkstätten. „Wir müssen Lösungen finden, die allen Teilen der globalen Gesellschaft helfen – besonders denen, die am verletzlichsten sind oder sich am wenigsten selbst helfen können“, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder.

          Weitere Themen

           Lufthansa fliegt aus dem Dax Video-Seite öffnen

          Kursabsturz in Corona-Krise : Lufthansa fliegt aus dem Dax

          Die Corona-Krise hat dem Flugunternehmen schwer zugesetzt. Nun ist die Lufthansa aus dem Kreis der 30 deutschen Aktien Index gerutscht. Mit der Deutschen Wohnen schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Unternehmen aus der Hauptstadt in den Dax.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

          Neue Proteste in Amerika : „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          In Amerika gehen die Proteste mit unverminderter Kraft weiter. Drei frühere Verteidigungsminister sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere stellen sich derweil in einem Gastbeitrag gegen Trumps Militär-Drohung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.