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Konjunktur : Keine Entspannung am US-Arbeitsmarkt

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Die US-Arbeitslosenquote stieg zwar leicht, doch der Anstieg blieb unter den Befürchtungen. Damit wird eine baldige Zinssenkung unwahrscheinlicher.

          Die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft ist im Oktober im zweiten Monat in Folge gefallen. Die Finanzmärkte zeigten allerdings kaum eine Reaktion auf die Daten.

          Die Zahl der Beschäftigten ging im Oktober zum Vormonat saisonbereinigt um 5.000 zurück, wie das amerikanische Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Für die vorangegangenen zwei Monate revidierte allerdings das Ministerium die Zahl der Beschäftigten nach oben.

          Stellenabbau vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe

          Beschleunigt hat sich dem Ministerium zufolge in den vergangenen drei Monaten vor allem der seit mehr als zwei Jahren anhaltende Stellenabbau im Verarbeitenden Gewerbe, wo allein im Oktober 49.000 Arbeitsplätze verloren gingen. „Besonders gravierend sind die Arbeitsplatzverluste in der Produktion langlebiger Güter", sagte Kathleen Utgoff vom Statistikbüro des Arbeitsministeriums.

          Die Arbeitslosenquote stieg im Oktober auf 5,7 Prozent von 5,6 Prozent im September. Das war etwas besser als erwartet - Analysten hatten mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent gerechnet.

          Abschwächung zum Herbst

          „Der Bericht bestätigt, dass sich der Arbeitsmarkt mit dem Wechsel zum Herbst abgeschwächt hat, allerdings wahrscheinlich nicht so stark, wie wir erwartet hatten", sagte Patrick Fearon, Volkswirt beim Haus A.G. Edwards & Sons in St. Louis. Leicht gestiegen sind dem Bericht zufolge die durchschnittlichen Stundenlöhne der Arbeiter und zwar wie schon im Vormonat um 0,2 Prozent auf 14,89 Dollar von 14,86 Dollar im September. Die Steigerung blieb damit unter den Erwartungen von Volkswirten, die ein Plus von 0,3 Prozent vorausgesagt hatten.

          Zinssenkung unwahrscheinlicher

          Im Vorfeld der Arbeitsmarktzahlen war an den Finanzmärkten spekuliert worden, schwache Daten könnten die US-Notenbank (Fed) zur Senkung der US-Leitzinsen veranlassen. Doch nach der Veröffentlichung der Daten scheint eine baldige Zinssenkung weniger wahrscheinlich. Der für die Geldpolitik der Fed verantwortliche Offenmarktausschuss (FOMC) kommt am 6. November zu seinem nächsten turnusmäßigen Treffen zusammen, um über die Zinspolitik zu beraten. Der maßgebliche Zielsatz der Fed für Tagesgeld liegt mit 1,75 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit etwa 40 Jahren.

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