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Kommunale Kliniken : Ärzte sagen Streik ab

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Ärzte an kommunalen Krankenhäusern erhalten von 1. Januar 2012 an 2,9 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 440 Euro. Bild: dapd

Zahlreiche Patienten können aufatmen: Der Streik an den rund 600 kommunalen Krankenhäusern in Deutschland ist endgültig abgewendet. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat den ausgehandelten Kompromiss formal gebilligt - wenn auch mit Bauchschmerzen.

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          Die Krankenhausärzte haben ihren für den 26. Januar angesetzten Streik abgesagt. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund beschloss am Samstag in Berlin, das Angebot der Arbeitgeber für die künftige Bezahlung der knapp 50.000 Ärzte an kommunalen Klinken anzunehmen. Die Mediziner erhalten von 1. Januar an 2,9 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 440 Euro. Darüber hinaus soll die Struktur der Entgelttabelle für die Arbeitnehmer günstiger werden.

          „Schmerzhafter Kompromiss“

          Nicht durchsetzen konnten sich die Ärzte hingegen bei den Bereitschaftsdiensten. Die Gewerkschaft hatte eine bessere Bezahlung sowie eine Reduzierung dieser Dienste auf maximal vier pro Arzt und Monat gefordert. Schließlich einigten sich die Parteien darauf, dass für Bereitschaftsdienste ab der 97. Stunde im Monat ein Zuschlag von fünf Prozent gezahlt wird. Diese Regelung soll bis Ende 2015 gültig bleiben.

          Rudolf Henke, erster Vorsitzender des Marburger Bundes, bezeichnete das Ergebnis als „schwierigen, teilweise auch schmerzhaften Kompromiss“. Sein Verband habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Insgesamt überwiegen aber die positiven Aspekte.“

          Die Gremien der Gegenseite, der kommunalen Arbeitgeber, wollen an diesem Montag über den Kompromiss entscheiden. Ihre Zustimmung gilt als sicher.

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