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Wettbewerbsfähigkeit : Deutsche Rutschpartie

Finanzminister Olaf Scholz am Mittwoch in Berlin. Bild: EPA

Ob sich Finanzminister Olaf Scholz an das für seine Partei heiße Eisen der Unternehmenssteuern noch heranwagt? Schön wär’s.

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          Als Wirtschaftsstandort verliert Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit. Auf der Rangliste des IMD World Competitive Centers im schweizerischen Lausanne steht die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt nur noch auf Platz 17. Vor fünf Jahren hatte Deutschland noch Rang sechs inne. Das sollte der Regierung in Berlin zu denken geben. Denn für diese Rutschpartie gibt es einen hausgemachten Grund: Vor allem der Stillstand in der Steuerpolitik hat Deutschland ins Hintertreffen gebracht. Unverändert knapst der deutsche Fiskus den Unternehmen rund 30 Prozent ihrer ordentlichen Gewinne ab und raubt ihnen damit viel Spielraum für Wachstum und Investitionen.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Etliche andere Länder wie die Vereinigten Staaten, Frankreich, Norwegen und Schweden haben ihre Unternehmenssteuern gesenkt, um als Standort attraktiv zu bleiben oder zu werden. Auch die Schweiz putzt sich derzeit mit einer Steuerreform für den Standortwettbewerb heraus. An aufstrebenden Standorten wie Irland (12,5 Prozent) und Polen (19 Prozent) ist man ohnehin schon weiter. Ob sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) an das für seine Partei heiße Eisen der Unternehmenssteuern noch heranwagt? Schön wär’s.

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