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Kommentar : Verunsicherung

Geldpolitik und Finanzmärkte gelangen derzeit nicht zu einer übereinstimmenden Interpretation der Wirtschaftslage. Das diesjährige Treffen von Jackson Hole belegte eine nachhaltige Verunsicherung.

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          Geldpolitik und Finanzmärkte gelangen derzeit nicht zu einer übereinstimmenden Interpretation der Wirtschaftslage. Führende Geldpolitiker wie Stanley Fischer (Federal Reserve der Vereinigten Staaten) und Mark Carney (Bank of England) stimmen die Öffentlichkeit auf einen allmählichen, wenn auch auf absehbare Zeit unbedenklichen Anstieg der Inflationsrate ein. An den Finanzmärkten gilt ein solches Szenario bisher nicht als sehr wahrscheinlich.

          Das diesjährige Treffen von Jackson Hole, auf dem sich Geldpolitiker und Ökonomen in den Rocky Mountains austauschen, belegte eine nachhaltige Verunsicherung. Aus der Sicht vieler Fachleute ist die Inflationsrate in den Krisenjahren 2008 und 2009 weniger stark gefallen als erwartet, aber im Gegenzug seitdem langsamer gestiegen als vermutet. Die einfachen Modelle der Ökonomen funktionieren nicht sehr gut, aber komplizierte sind nicht notwendigerweise besser.

          Immerhin wird abgesehen von Japan Deflation mittlerweile nicht mehr als realistisches Szenario betrachtet. Sollten die Prognosen Fischers und Carneys richtig sein und die Inflationsraten langsam steigen, wären die aktuellen Renditen langlaufender Anleihen zu niedrig.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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