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Kommentar : Gegenwind für die Banken

Commerzbank-Chef Martin Zielke (l.) und der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing (M.) - hier mit EZB-Präsident Mario Draghi - müssen harte Maßnahmen ergreifen. Bild: Reuters

Die Banken trifft nicht nur die schwächere Konjunktur. Sie müssen zugleich in die Digitalisierung investieren. Eine Mammutaufgabe – nicht alle werden überleben.

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          Das Umfeld für Banken wird rauher. Die schwächere Konjunktur wird vor allem den Instituten zusetzen, deren Ertragskraft schwach ist. Das gilt insbesondere für deutsche Banken, die in den vergangenen Jahren besonders stark von der Sicherheit im inländischen Kreditgeschäft und den Auflösungen von Rückstellungen für drohende Kreditverluste profitiert haben.

          Ein Abschwung wäre weniger schlimm, wenn die Kreditwirtschaft nur davon betroffen wäre. Aber sie muss gleichzeitig in die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells investieren. Das stellt für die Banken eine Mammutaufgabe dar, weil sie sich grundsätzlich neu aufstellen müssen. Das werden nicht alle überleben.

          Unter den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken wird die Konsolidierungswelle weiterlaufen. Auch für die großen Institute nimmt der Druck zu. Das lässt sich am Wunsch der Sparkassen nach einem Zusammenschluss ihrer Landesbanken und der Deka-Bank ablesen.

          Nach dem ergebnislosen Ende ihrer Fusionsgespräche haben Deutsche Bank und Commerzbank zwar einschneidende Maßnahmen ergriffen, aber sie dürften nicht reichen, um international wieder den Anschluss zu finden.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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