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Kommentar zur Frauenquote : Notklausel nötig

  • -Aktualisiert am

Die Frauenquote mag man mit Fug und Recht für Unfug halten. Wenigstens die gröbsten Schnitzer müssen aber bereinigt werden.

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          Die Frauenquote mag man mit Fug und Recht für Unfug halten. Denn sie gängelt die Wirtschaft, beschneidet Unternehmenseigner in der Verfügungsfreiheit über ihr Eigentum – und, ja, sie diskriminiert Männer. Dennoch wird sie der Wirtschaft hierzulande nicht mehr lange erspart bleiben: Die CDU hat sich schon vor der Wahl darauf festgelegt, die große Koalition anschließend ebenfalls; und wenn nicht alle Zeichen trügen, wird Brüssel sie über kurz oder lang ohnehin europaweit erzwingen.

          Doch sind die beiden SPD-Minister, die den verkorksten Gesetzestext ausgetüftelt haben, nun in der Pflicht, wenigstens die gröbsten Schnitzer zu bereinigen. Die Stellungnahmen der Sachverständigen gleichen einem Scherbengericht, obwohl die Experten doch ausnahmslos von Fraktionen ausgesucht wurden, die die Zwangsarithmetik in den Führungsetagen befürworten.

          Vor allem: Selbst ausgesprochene Befürworter unter den Fachjuristen und Juristinnen haben vor den zuständigen Bundestagsausschüssen eine Öffnungsklausel gefordert. Kosmetikhersteller tun sich nun einmal nachweislich leichter damit, den Geschlechterproporz an ihrer Spitze zu wahren, als Bergbaukonzerne.

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