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Ende einer Ära : Draghis Bilanz

Mario Draghi während seiner letzten Pressekonferenz an diesem Donnerstag. Bild: EPA

Unter Mario Draghis Führung war und ist die Inflationsrate sehr niedrig. Und in der Euro-Krise agierte er mutig. Dennoch blieb die Amtsführung des EZB-Chefs bis zuletzt umstritten. Seiner Nachfolgerin hinterlässt er ein schweres Erbe.

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          Eigentlich müssten gerade die Deutschen Mario Draghi zum Abschied auf einem Podest aus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt in seine Heimat nach Rom tragen. Denn während Draghis Amtszeit hat die Inflationsrate in der Eurozone im Durchschnitt bei nur 1,2 Prozent gelegen.

          Im historischen Vergleich ist das sehr wenig. Übrigens auch wenig im Vergleich zu der Zeit, als in Deutschland die Bundesbank über den Wert der D-Mark wachte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Draghi von den Deutschen zum Abschied gefeiert wird, ist eher gering. Die Höchststrafe hat die „Bild“-Zeitung verhängt, die den ursprünglich als Preußen gefeierten Italiener nun als „Draghila“ bezeichnet und die zum Amtsantritt verliehene Pickelhaube zurückfordert.

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