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Reisebranche : Zäsur für die Luftfahrt

  • -Aktualisiert am

Wie viele Maschinen bleiben in Zukunft am Boden? Bild: dpa

Die Krise wird die Auslese in der Flugbranche beschleunigen. Staatshilfen für wirtschaftlich in Schieflage geratene Unternehmen können daran nichts ändern. Doch in Zeiten von Corona müssen Szenarien ständig neu gedacht werden.

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          Gerade zwei Wochen ist es her, dass Luftfahrt- und Urlaubsmanager emotional diskutierten, ob man sich noch zur größten Reisemesse der Welt, der ITB in Berlin, treffen kann. Nun stellen die Auswirkungen des Virus Flüge und Reisen für eine Phase unbekannter Dauer grundsätzlich in Frage. Dass die Lufthansa früh radikale Kürzungen im Flugplan ankündigte, erwies sich als keineswegs zu belächelnder Schritt. Es war eine weise Voraussicht, als andere noch Durchhalteparolen verkündeten. Mancher Reiseunternehmer macht das übrigens auf eine nicht nachvollziehbare Weise – zumindest gegenüber der Öffentlichkeit – bis jetzt. Tatsächlich erweisen sich zwei Wochen alten Schreckensszenarien als viel zu optimistisch.

          Die Flug- und Reisewelt erlebt ihren Corona-Schock. Nachfrageschwund in ungekanntem Ausmaß, Kurzarbeit und Bitten um Staatshilfe gehören dazu. Die großen Luftfahrtkonzerne Europas wie Lufthansa dürften dennoch alle gewappnet sein, über zwei bis drei Monate trotz aller Widrigkeiten zu bestehen. Und sicher ist: Wenn der Corona-Schock endet, wird wieder mehr geflogen. Doch es ist keineswegs ausgemacht, dass die Reisewelt dann wieder dieselbe ist wie vorher und die Luftfahrt direkt auf das Vorkrisenniveau aufsteigt.

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