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Neuer Währungsfonds : Die Reformen Madame Lagardes

Strahlende Chefin des Internationalen Währungsfonds: Christine Lagarde Bild: AP

Der IWF hat sich gewandelt. Der anti-marktwirtschaftliche Zeitgeist ist ihm nicht mehr fremd. Gleichstellung wurde zum Großthema, Umverteilung ist kein Fremdwort mehr. Es gibt aber einen Trost.

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          Das Schrifttum des Internationalen Währungsfonds (IWF) fördert die interessantesten Ergebnisse zutage. Frauengleichstellung zum Beispiel muss eine der größten Aufgaben für die Währungshüter überhaupt sein, so häufig wie das Thema seinen Niederschlag findet. Ferner lernt der Beobachter, dass eine progressivere Einkommensteuer und höhere Besteuerung der Multis geboten seien, während Steuerwettbewerb zwischen Ländern doch eher schlecht sei.

          Er entnimmt den Papieren, dass Ungleichheit das globale Wirtschaftswachstum empfindlich dämpft. Er erfährt außerdem, dass lockere Geldpolitik gut sei, wenn man sie nicht übertreibt. Freier Kapitalverkehr über Grenzen hinweg habe übrigens seine Tücken, und Amerikas digitale Riesen drohten Märkte zu monopolisieren. Sparpolitik dürfe man nicht zu weit treiben, wie in Griechenland, mahnt der IWF. Korruptionsbekämpfung und Klimapolitik dürfen auf der Agenda nicht fehlen, versteht man sich doch längst nicht mehr nur als Wächter globaler Währungen und Ungleichgewichte, sondern als Vordenker fürs Globale.

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