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Klimaschutz : Die Woche der Entscheidung

  • -Aktualisiert am

Ein Eisberg bei Grönland: Das Klima retten ist auch Deutschlands Ziel – aber was ist der richtige Weg? Bild: dpa

Jetzt entscheidet sich, wie es weiter geht mit der deutschen Klimapolitik. Die Versuchung ist groß, viele zweitrangige Wohltaten zu finanzieren – das ist Symbolpolitik. Deutschland braucht ein sinnvolles Steuerungssystem: einen Emissionshandel.

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          Das Klimakabinett der Bundesregierung will nächste Woche zwei Entscheidungen treffen, deren Folgen das Land sehr lange prägen werden. Zum einen wird die Koalition sich wohl darauf einigen, den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid mit einem Preis zu versehen. Der funktioniert nach einem einfachen und gerechten Grundsatz: Wer viel emittiert, muss viel bezahlen. Allein das schon wäre ein großer Fortschritt.

          Doch hängt die Tragweite des Systemwechsels davon ab, wie der neue CO2-Preis konstruiert wird. Es konkurrieren zwei Modelle: Beide wollen dasselbe erreichen, setzen aber sehr unterschiedlich an. Im Fall von Steuern und Abgaben legt der Staat den Preis der Emissionen fest. Dahinter steht die Hoffnung, dass Verbraucher auf höhere Kosten mit weniger Nachfrage nach Öl und Gas reagieren und so die Emissionen um das erwartete Maß sinken. Jedoch weiß keiner, ob die Verbraucher sich danach richten und weniger heizen oder mit dem Auto fahren. Auch ist es vermessen zu glauben, Beamte könnten den zur Minderung „richtigen“ CO2-Preis festlegen.

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