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Neuer Aktionär : China liebt Daimler

Autos mit dem Stern sind auch in China gefragt. Bild: AP

Baic ist schon lange ein Partner von Daimler und hat sich jetzt mit fünf Prozent beteiligt. Der Einstieg ist auch ein Signal an Großaktionär Li Shufu.

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          Das größte Mercedes-Werk steht in Peking. Das ist kaum jemandem bewusst, gelten die Autos mit dem Stern doch in aller Welt als Inbegriff deutscher oder gar schwäbischer Ingenieurskunst. Doch es sagt sehr viel aus über den Stellenwert von China für den Erfolg von Daimler. Gäbe es nicht dieses Werk in Peking, wo die Mercedes-Autos offenbar in gleicher Qualität zusammen gebaut werden wie hierzulande, könnte Daimler die Nachfrage nach luxuriösen Autos nicht so erfolgreich in fette Gewinne umsetzen.

          Und ohne diesen Erfolg fehlten jetzt die Milliarden für Zukunftsaufgaben, vom klimafreundlichen Antrieb bis zum Mobilitätsservice. Möglich war diese Entwicklung mit Hilfe von Baic, jenem Autohersteller im Besitz der Stadt Peking, der seit 2005 Partner von Daimler ist. Es sorgt deshalb nicht für sonderlich Aufregung, wenn Baic sich jetzt mit 5 Prozent an Daimler beteiligt – man hat wohl noch einiges gemeinsam vor.

          Freilich ist das auch ein Signal an den Großaktionär Li Shufu, der im vergangenen Jahr ganz ohne solche Vorgeschichte bei Daimler mit fast 10 Prozent eingestiegen ist: Er hofft für seinen Autokonzern Geely auch auf Kooperationen. Aber an der engen und über viele Jahre gewachsenen Verbindung zwischen Baic und Daimler kommt er nicht so ohne weiteres vorbei.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

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