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Kommentar : Ein fatales Signal

Der Autozulieferer Continental zeichnet ein düsteres Bild für die Branche. Die Krise dürfte schwerer werden und länger dauern, als viele Manager derzeit noch hoffen.

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          Der Autozulieferer Continental zeichnet ein düsteres Bild für die Branche. Glaubt man dem Ausblick, wird sich der Weltmarkt in den nächsten fünf Jahren nicht wesentlich beleben. Die Krise dürfte schwerer werden und länger dauern, als viele Manager derzeit noch hoffen. Auch wenn man einrechnet, dass Conti ein Interesse daran hat, das Umfeld bis zu einem gewissen Grad negativ darzustellen, um den Druck auf die eigene Mannschaft hoch zu halten und die Verantwortung für Schwierigkeiten im Konzern zu den Märkten zu schieben, bleibt das Signal fatal.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass die aktuellen Turbulenzen in der Branche mit normalen, konjunkturbedingten Schwächephasen nichts zu tun haben. Vielmehr steht die Autoindustrie vor Umbrüchen, die es so noch nie gegeben hat. Für Conti heißt das: Wertberichtigungen auf fast alle Zukäufe der vergangenen dreißig Jahre werden dem Unternehmen in diesem Jahr einen Verlust einbrocken. Die Börsenpläne für die Antriebssparte Powertrain sind vom Tisch.

          Wichtig ist nun, die Gespräche mit den Gewerkschaften über ein Sparprogramm zügig zu beenden. Spätestens seit Dienstag ist klar, dass die Zukunft des Konzerns auf dem Spiel steht.

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