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Kommentar : Immer auf die Wirtschaft

  • -Aktualisiert am

Nach der Frauenquote geht es zügig weiter mit der wirtschaftsfeindlichen Regulierungsfreunde: Jetzt sollen Frauen gerechter entlohnt werden. Die Realität stört da bloß.

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          Regieren ist ein Rendezvous mit der Realität.“ Mit diesem mittlerweile geflügelten Wort tröstet Bundesfinanzminister Schäuble sich und andere über die Kraftmeiereien der linken Griechenregierung hinweg. Soll heißen: Irgendwann werden sie schon zur Vernunft kommen. Der Spruch hat gute Chancen, auch in anderem Zusammenhang Karriere zu machen.  So mancher Unternehmer fragt sich nämlich, wann die große Koalition endlich ihr Rendezvous mit der Wirklichkeit in deutschen Unternehmen hat.

          Die wirtschaftsfeindliche Regulierungsfreude kennt bislang keine Grenzen. Nach der Frauenquote, die am Freitag Gesetz wird, geht es zügig weiter. SPD-Familienministerin Schwesig bereitet schon ein Entgeltgleichheitsgesetz vor. Es zwingt Unternehmen, ihre Lohndaten öffentlich zu machen und Beschäftigten mehr Auskunft zu geben.

          Die Koalition erhofft sich von der höchst fragwürdigen und bürokratischen Transparenzpflicht gerechtere Entlohnung der Frauen. Doch ist längst erforscht, dass die noch bestehenden Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern vor allem falscher Berufswahl und längeren Familienpausen geschuldet sind. Aber so viel Realität stört bloß, wenn Ideologen Gesetze machen.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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